Polarlichter fotografieren

Polarlichter fotografieren – Tipps für das nächste Mal

Die Vorbereitung für das perfekte Polarlicht Bild

Die Aurea Borealis oder Polarlichter: Ein Naturschauspiel das Seinesgleichen sucht. Jeder sollte sie gesehen haben. Jeder Fotograf möchte das perfekte Bild schießen. Das braucht Vorbereitung – das weiß ich jetzt. Für meinen nächsten Trip nach Norwegen, werde ich diese Punkte beachten:

Kamera-Equipment:

Objektiv: Weitwinkel- oder sogar Fish-Eye Objektiv. Die Schärfe sollte manuell auf unendlich einstellbar sein. Der Autofokus funktioniert nicht zuverlässig in dunklen Lichtsituationen.

Schweres Stativ: Für die Langzeitbelichtung ist ein Stativ ohnehin erforderlich. Der starke Wind kann für zusätzliche Wackler sorgen. Deshalb: ein schweres Stativ einpacken, damit die Bilder gestochen scharf werden. Eine Schaumstoffpolsterung ist hilfreich. Bei eisigen Temperaturen lassen sich die Stativbeine kaum anfassen.

Fernauslöser: Beim Auslösen der Kamera kann es auch zu Wacklern kommen. Mit einem Fernauslöser lässt sich das vermeiden.

Lampe und/oder Blitz: Spektakuläre Bilder entstehen, wenn Vorder- und Hintergrund was zu bieten haben. Die Polarlichter bieten einen einzigartigen Hintergrund, wenn man im Vordergrund auch noch etwas zeigen möchte, muss das Objekt beleuchtet sein.

Leider hatte ich bei meiner letzten Reise auf die Lofoten nicht dieses Equipment dabei. Dennoch sind ganz brauchbare Bilder entstanden. Aber der Ehrgeiz hat mich gepackt und möchte es beim nächsten mal besser machen 🙂

Zu meiner Verteidigung: mein Interrail-Trip 2014 war spontan. Bevor ich in den ersten Zug gestiegen bin, dachte ich noch nicht daran, die richtige Ausrüstung für Polarlicht Fotografie zu packen. Dann ist es aber passiert: Ich war auf den Lofoten, es gab Polarlichter und ich hatte nicht das richtige Equipment dabei. Ich habe mein Bestes gegeben.

Was man noch beachten sollte

Die Jagd nach Polarlichtern ist nicht einfach. Auf der einen Seite steht das Kamera Equipment, auf der anderen Reiseplanung, Durchhaltevermögen und auch etwas Glück.

Im Sommer hab ihr keine Chance auf Polarlichter, weil es zu hell ist. Der Winter wird buchstäblich von dichten Wolkendecken und Schneestürmen überschattet. Deshalb fahrt im späten Herbst oder frühen Frühling über den nördlichen Polarkreis. Hier habt ihr die größte Chance auf das Naturspektakel. Aber selbst dann kann es sehr unwirtlich sein. Die Temperaturen können schnell unter 0 Grad gehen. Deshalb gut einpacken und die Winterausrüstung mitnehmen 😉

Ich hatte Anfang Oktober Glück die Polarlichter zu sehen. Allerdings hatte ich Pech mit dem Mond. Plant den Mondzyklus bei der Reise ein. Als ich auf den Lofoten war, gab es Vollmond und der strahlt stärker, als man es glauben mag. Das macht das perfekte Foto nicht leichter…

Ich werde noch weiter darüber recherchieren. Spätestens, wenn die nächste Reise nach Nordnorwegen ansteht.

Die Dokumentation von Benjamin Jaworskyj auf Motivsuche in Norwegen ist super interessant. Sie verschafft euch einen guten Eindruck über die Bedingungen im hohen Norden.

Mehr Bilder von meinem Besuch auf den Lofoten gibt es hier